5. Beteiligung externer Akteure

5.2. Netzwerke der Interessenträger

Sind viele verschiedene Akteure in die Entwicklung und Umsetzung einer Strategie zur Bekämpfung des frühzeitigen Schulabgangs beteiligt, müssen möglicherweise formalisierte Strukturen zur Unterstützung ihrer Arbeit geschaffen werden. Alle Akteure müssen eine gemeinsame Position zu den Herausforderungen haben, die sie anzugehen versuchen, und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten sowie den gleichen Ansatz verfolgen. Unterstützungsstrukturen und Koordinationsmechanismen sollten ebenfalls vorhanden sein, um den Dialog und den wechselseitigen Informationsfluss zwischen der Schule und einer größeren Bandbreite von Akteuren sowie mit den zuständigen Behörden sicherzustellen. Wirksame Netzwerke der Interessenträger müssen eine geeignete Auswahl an Akteuren aufweisen, die die Bedingungen und den Kontext vor Ort verstehen und in der Lage sind, lokal in die Probleme einzugreifen, die die Ursache für potenzielle frühzeitige Schulabgänge bei den Lernenden sind. Ein breites Spektrum an Interessenträgern und Fachkräften sollte zur Verfügung stehen, die von Anfang an zur Teilnahme aufgefordert und in den Prozess eingebunden werden.

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AUSSCHUSS FÜR GESUNDHEITLICHE UND STAATSBÜRGERLICHE AUFKLÄRUNG (CESC) IN FRANKREICH

Der Ausschuss für gesundheitliche und staatsbürgerliche Aufklärung (Comité d‘éducation à la santé et à la citoyenneté – CESC) umfasst alle Mitglieder der Bildungsgemeinschaft und die lokalen Partner der Grund- und Sekundarschule (lokale Behörden, Polizei, Justiz und Verbände). Der Ausschuss ist unter dem Vorsitz der Schulleitung aktiv in der staatsbürgerlichen Aufklärung, erstellt einen Plan für die Verhütung von Gewalt, unterbreitet Vorschläge für Initiativen zur Unterstützung von Eltern in schwierigen Situationen und zur Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung und legt ein Programm für die gesundheitliche und sexuelle Aufklärung zur Förderung sicheren Verhaltens fest. Der CESC bündelt eine Vielzahl von Maßnahmen, die darauf abzielen, die Schülerinnen und Schüler auf ein gemeinsames Handeln und Zusammenleben, die Achtung der Gleichstellung von Frauen und Männern, das Treffen von Entscheidungen und die Wahrnehmung ihrer Bürgerrechte vorzubereiten.

Bereiche: 3. Unterstützung der Lernenden; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 3.1. Wohlbefinden der Lernenden; 5.2. Netzwerke der Interessenträger

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Frankreich

BRITISCHER JUGENDVERTRAG

Der britische Jugendvertrag (UK Youth Contract) richtet sich an 16- bis 17-Jährige, die sich weder in Ausbildung noch in Beschäftigung befinden („NEETs“), oder Gefahr laufen, sich in einer solchen Situation wiederzufinden. Mit dem Vertrag werden die folgenden drei Hauptziele verfolgt: 1. Ziel: Das Hauptziel des Programms besteht darin, 16- bis 17-Jährige NEETs, die Gefahr laufen, sich langfristig in dieser Situation zu befinden, dabei zu unterstützen, eine Schulbildung, Ausbildung oder Beschäftigung mit Ausbildung aufzunehmen und diesen Zustand aufrechtzuerhalten. 2. Ziel: Das zweite Ziel besteht darin, die Erfahrung und Qualifikationen dieser jungen Menschen zu steigern, damit sie die Chance haben, ihre Bildung fortzusetzen und erfolgreich Arbeit zu finden, und so den Anteil jener zu reduzieren, die im Erwachsenenalter arbeitslos werden. 3. Ziel: Das dritte Ziel besteht darin, Methoden für die lokale Durchführung und ergebnisorientierte Vergütung zu testen, um die Wirksamkeit dieser Modelle zu erhöhen und bewährte Verfahren zu entwickeln.

Bereiche: 3. Unterstützung der Lernenden; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 3.3. Berufsorientierung und -beratung; 3.11. Gezielte Förderung – Lernende aus benachteiligten sozioökonomischen Verhältnissen; 5.2. Netzwerke der Interessenträger; 5.3. Partnerschaften: Arbeitgeber und Unternehmen

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Vereinigtes Königreich

CHECKLISTE UND EMPFEHLUNGEN ZUR VORBEUGUNG VON FEHLZEITEN UND SCHULABBRÜCHEN

Es ist unbestreitbar, dass in einer Reihe von Schulverweigerungs- und Schulabbruchfällen medizinische, psychologische, soziale, pädagogische und juristische Maßnahmen erforderlich sind. Die Forschung zeigt aber auch deutlich, dass in allen Fällen die Schulen und die Lehrkräfte einen entscheidenden Einfluss ausüben können. Dieses Dokument umfasst eine Checkliste für Schulen zur Selbstevaluierung, 59 detaillierte Empfehlungen für die Verbesserung der Schulanwesenheitsquoten, des Schülerengagements und der Schulkultur. Es enthält außerdem Vorschläge für Verhaltensvereinbarungen und Beispiele für Fragebögen für Lehrkräfte und Eltern. Die empfohlenen Maßnahmen richten sich in erster Linie an die Zielgruppe der Lehrkräfte, Schulleiter und Eltern. Das Dokument ist ein Auszug aus dem Handbuch von Nairz-Wirth, Feldmann, Diexer (2012): Handlungsempfehlungen für Lehrende, Schulleitung und Eltern zur erfolgreichen Prävention von Schulabsentismus und Schulabbruch.

Bereiche: 1. Schulkonzept; 2. Lehrerinnen und Lehrer; 3. Unterstützung der Lernenden; 4. Einbeziehung der Eltern; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 1.1. Schulkultur und -klima; 2.3. Erstausbildung sowie Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer; 3.1. Wohlbefinden der Lernenden; 3.3. Berufsorientierung und -beratung; 3.4. Lehrplan und Lernpfade; 3.6. Erweitertes und außerunterrichtliches Lernen; 3.7. Beobachtung und Begleitung gefährdeter Schüler; 4.1. Kommunikation und Information; 5.2. Netzwerke der Interessenträger

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Österreich

Godalen und Thor Heyerdahl – Obere Sekundarschulen in Norwegen

Um Schulabbrüche zu verhindern, haben die oberen Sekundarschulen Godalen und Thor Heyerdahl in Norwegen sich darauf konzentriert, ihre Schulleitungsstrategien zu verbessern und zu stärken. Die Schulen haben eine Reihe von Maßnahmen eingeführt, um die Lehrkräfte und Jugendlichen gleichermaßen zu unterstützen.

Bereiche: 1. Schulkonzept; 2. Lehrerinnen und Lehrer; 3. Unterstützung der Lernenden; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 1.3. Schulmanagement; 2.2. Die Beziehung der Lehrer zu Schülern und Eltern; 3.3. Berufsorientierung und -beratung; 3.4. Lehrplan und Lernpfade; 3.5. Lernen und Beurteilung; 5.2. Netzwerke der Interessenträger

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Norwegen

Guiding cities

Guiding Cities joins policy makers and education stakeholders to map policy and guidance and create coherent policy to respond to the complex needs in the fight against ESL.

The project aimed to:
• Analyse guidance actions in 4 countries through country-based focus groups including stakeholders in education and guidance.
• Develop a Guiding Cities Model and Checklist mapping different possible actions, actors community needs relative to guidance and lifelong learning.
• Establish and manage Working Groups and a survey of best practices (involving at least 40 stakeholders).
• Publish online the GCities Model and links to resources and practices for each type of action and/or each target group. The GCities tools will be available in 6 languages (EN, ES, CAT, IT, EL, RO).
• Test the GCities Model and Checklist-benchmarking tools with at least 40 communities or organisations.
• Improve professional development of local service providers and school guidance practitioners.

Bereiche: 3. Unterstützung der Lernenden; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 3.3. Berufsorientierung und -beratung; 3.7. Beobachtung und Begleitung gefährdeter Schüler; 5.2. Netzwerke der Interessenträger; 5.4. Partnerschaften: Organisationen des Gemeinwesens und Zivilgesellschaft

Sprache: EN

Land: Griechenland; Italien; Rumänien; Spanien

IndY (Individualized Learning at the school centre Ybbs)

In the school year 2015/16 the Schulzentrum Ybbs (a school center consisting of three vocational upper secondary schools) introduced a concept called IndY, which involves that 20% of the teaching time is intended for individualized learning. IndY aims at improving students’ expertise, motivation, self-responsibility, self-management, collaborative skills, emotional intelligence and learning methods.

Bereiche: 1. Schulkonzept; 2. Lehrerinnen und Lehrer; 3. Unterstützung der Lernenden; 4. Einbeziehung der Eltern; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 1.1. Schulkultur und -klima; 1.2. Schulplanung und -beobachtung; 1.3. Schulmanagement; 2.1. Fähigkeiten und Kompetenzen der Lehrkräfte; 2.2. Die Beziehung der Lehrer zu Schülern und Eltern; 3.1. Wohlbefinden der Lernenden; 3.2. Die Teilnahme der Lernenden am Schulleben; 3.4. Lehrplan und Lernpfade; 3.5. Lernen und Beurteilung; 3.6. Erweitertes und außerunterrichtliches Lernen; 3.8. Gezielte Förderung – Sprache; 3.9. Gezielte Förderung – Migranten und Roma; 3.10. Gezielte Förderung: Sonderpädagogischer Förderbedarf und Lernschwierigkeiten; 3.11. Gezielte Förderung – Lernende aus benachteiligten sozioökonomischen Verhältnissen; 4.1. Kommunikation und Information; 5.2. Netzwerke der Interessenträger

Sprache: EN

Land: Österreich

Initiative „École ouverte“ in Frankreich

Die Initiative fördert die soziale und akademische Integration von Schülerinnen und Schülern und trägt zum Bildungserfolg für alle bei.

Bereiche: 3. Unterstützung der Lernenden; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 3.6. Erweitertes und außerunterrichtliches Lernen; 5.2. Netzwerke der Interessenträger; 5.4. Partnerschaften: Organisationen des Gemeinwesens und Zivilgesellschaft

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Frankreich

Netzwerk zur Prävention von Schulabbrüchen und zentraler Helpdesk in Antwerpen

Das Netzwerk zur Prävention von Schulabbrüchen vermittelt ein breites Spektrum von Dienstleistungen und Fachwissen. Jedes Projekt ist einzigartig, richtet sich an bestimmte Zielgruppen und gewinnt seine eigenen Fördermittel. Der Schwerpunkt liegt auf der Prävention eines Schulabbruchs sowie auf der Wiedereingliederung von Schülerinnen und Schülern, die die Schule abgebrochen haben. Der zentrale Helpdesk stellt Unterstützung für Schülerinnen und Schüler sowie Schulen bereit. Häufig fehlende Schülerinnen und Schüler werden an das Schülerberatungszentrum überwiesen, das dem Schulnetzwerk angehört, in dem die Schule Mitglied ist. Bei Bedarf holt das Schülerberatungszentrum die Hilfe des zentralen Helpdesks ein. Der Helpdesk kann Risikoschülern oder Schülern, die die Schule abgebrochen haben, über ein Netzwerk aus verschiedenen Organisationen maßgeschneiderte Maßnahmen und Aktivitäten zur Unterstützung anbieten.

Bereich: 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 5.1. Multidisziplinäre Teams; 5.2. Netzwerke der Interessenträger; 5.4. Partnerschaften: Organisationen des Gemeinwesens und Zivilgesellschaft

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Belgien

Nordic Projects to Combat School Dropout

The aim of the report Nordic Projects to Combat School Dropout is to improve and inspire new initiatives for young people, and to create enriching contacts between actors and organisations in the Nordic region.
The Nordic Web Resource on Dropout from Upper Secondary Education was a project commissioned by the Nordic Council of Ministers and run by the Nordic Welfare Centre between 2012 and 2015. The aim of the project was to compile good examples of initiatives aimed at increasing the proportion of young people in the Nordic region who complete upper secondary education.

Bereiche: 1. Schulkonzept; 2. Lehrerinnen und Lehrer; 3. Unterstützung der Lernenden; 4. Einbeziehung der Eltern; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 1.1. Schulkultur und -klima; 1.2. Schulplanung und -beobachtung; 1.3. Schulmanagement; 1.4. Zusammenarbeit in Bildungssystemen; 2.1. Fähigkeiten und Kompetenzen der Lehrkräfte; 2.2. Die Beziehung der Lehrer zu Schülern und Eltern; 2.3. Erstausbildung sowie Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer; 2.4. Wohlbefinden von Lehrern; 3.1. Wohlbefinden der Lernenden; 3.2. Die Teilnahme der Lernenden am Schulleben; 3.3. Berufsorientierung und -beratung; 3.4. Lehrplan und Lernpfade; 3.5. Lernen und Beurteilung; 3.6. Erweitertes und außerunterrichtliches Lernen; 3.7. Beobachtung und Begleitung gefährdeter Schüler; 3.8. Gezielte Förderung – Sprache; 3.9. Gezielte Förderung – Migranten und Roma; 3.10. Gezielte Förderung: Sonderpädagogischer Förderbedarf und Lernschwierigkeiten; 3.11. Gezielte Förderung – Lernende aus benachteiligten sozioökonomischen Verhältnissen; 4.1. Kommunikation und Information; 4.2. Beteiligung der Eltern an schulischen Entscheidungsprozessen; 4.3. Räume für Eltern und Einbeziehung in pädagogische Aktivitäten; 4.4. Lernen in der Familie; 5.1. Multidisziplinäre Teams; 5.2. Netzwerke der Interessenträger; 5.3. Partnerschaften: Arbeitgeber und Unternehmen; 5.4. Partnerschaften: Organisationen des Gemeinwesens und Zivilgesellschaft

Sprache: EN

Land: Dänemark; Finnland; Island; Norwegen; Schweden

PLUGINNOVATION PLATTFORM

PlugInnovation ist eine digitale Plattform mit dem Ziel, ein nationales Ressourcen-Cluster für die Prävention von Schulabbrüchen zu werden. Auf der Website werden Informationen, Statistiken, Forschungsergebnisse und Beispiele für erfolgreiche Maßnahmen von Schulen gesammelt, die darauf abzielen, frühe Schulabgänge zu verhindern.

Bereiche: 1. Schulkonzept; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 1.1. Schulkultur und -klima; 5.2. Netzwerke der Interessenträger

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Schweden

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