4. Einbeziehung der Eltern

4.1. Kommunikation und Information

Untersuchungen zufolge hängt der Nutzen der Einbeziehung der Eltern im Wesentlichen davon ab, wie sie einbezogen werden. Schulen spielen bei der Entwicklung und Pflege der Kommunikation und des Informationsflusses mit den Eltern eine wichtige Rolle. In den meisten europäischen Ländern wird das Recht der Eltern auf Information über die Schulbildung ihrer Kinder gesetzlich geregelt. Diese Rechtsvorschriften sind jedoch gerade im Falle von sehr bildungsfernen Eltern und Familien möglicherweise nicht sehr hilfreich. Neben formellen Vorgaben für die Kommunikation sind eine Reihe von Ergänzungsmaßnahmen erforderlich, um der verschiedenen Elterngruppen gerecht zu werden, einschließlich solcher mit unterschiedlichen Erziehungsstilen und unterschiedlicher „Distanz zur Schule“.

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Der Lernzug

In Antwerpen, Belgien, können sich Lehramtsreferendare ehrenamtlich an der Lernzug-Initiative der Nichtregierungsorganisation „Schoolbridge“ beteiligen. Im Rahmen dieser Initiative können einerseits die Lehramtsreferendare Erfahrung im Umgang mit Eltern mit Migrationshintergrund und/oder aus benachteiligten Gruppen sammeln und andererseits die Eltern Kompetenzen erwerben, um ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen. Die Lehramtsreferendare arbeiten mit den Eltern und coachen sie einmal in der Woche 60-90 Minuten lang. Diese Unterstützung ist maßgeschneidert: Sie hängt von den Bedürfnissen des Elternteils ab und wird auf den Schulunterricht oder die Hausaufgaben abgestimmt. Die Lehramtsreferendare werden während ihres Lernprozesses als zukünftige Lehrkräfte oder Sozialarbeiter ebenfalls von einem auf Bildung spezialisierten Sozialarbeiter der Nichtregierungsorganisation „Schoolbridge“ gecoacht, da beide als Partner mit den Eltern der Schulkinder zusammenarbeiten werden.

Bereiche: 2. Lehrerinnen und Lehrer; 3. Unterstützung der Lernenden; 4. Einbeziehung der Eltern

Teilbereiche: 2.3. Erstausbildung sowie Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer; 3.6. Erweitertes und außerunterrichtliches Lernen; 4.1. Kommunikation und Information; 4.3. Räume für Eltern und Einbeziehung in pädagogische Aktivitäten

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Belgien

ELTERLICHE MITWIRKUNG BEI DER VERHINDERUNG DES SCHULABBRUCHS

Dieser Bericht soll als Inspiration und Leitfaden für die kurz- und mittelfristige strategische Planung der zehn am Projekt Urbact – PREVENT beteiligten städtischen Kommunen und aller anderen Kommunen, lokalen Behörden und Schulen in ganz Europa im Hinblick auf die elterliche Mitwirkung in der Bildung zur Verhinderung des Schulabbruchs dienen. Dieser Bericht basiert auf einer Analyse von Dokumenten der Europäischen Kommission und des Europarates über Schulabbruch und soziale Integration, einem Dialog und einem laufenden Konsultationsprozess mit den zehn, am Projekt Urbact – PREVENT beteiligten städtischen Kommunen sowie internationalen Forschungsergebnissen in diesem Bereich. PREVENT wird durch das EU-Programm Urbact finanziert.

Bereiche: 4. Einbeziehung der Eltern; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 4.1. Kommunikation und Information; 4.2. Beteiligung der Eltern an schulischen Entscheidungsprozessen; 4.3. Räume für Eltern und Einbeziehung in pädagogische Aktivitäten; 4.4. Lernen in der Familie; 5.4. Partnerschaften: Organisationen des Gemeinwesens und Zivilgesellschaft

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Albanien; Belgien; Bulgarien; Deutschland; Dänemark; Estland; Finnland; Frankreich; Griechenland; Irland; Island; Italien; Kroatien; Lettland; Litauen; Luxemburg; Malta; Niederlande; Nordmazedonien; Norwegen; Polen; Portugal; Rumänien; Schweden; Serbien; Slowakei; Slowenien; Spanien; Tschechische Republik; Türkei; Ungarn; Vereinigtes Königreich; Zypern; Österreich

GEMEINSCHAFTSBASIERTE ZENTREN FÜR LEBENSLANGES LERNEN

NESET, ein Netzwerk von Experten, die sich mit den sozialen Aspekten allgemeiner und beruflicher Bildung beschäftigen, veröffentlicht Berichte für politische Entscheidungsträger und Fachkräfte, die sich für die Förderung von Gleichheit und Inklusion in der allgemeinen und beruflichen Bildung in der gesamten Europäischen Union interessieren. In dieser Publikation werden Strategien für die Einrichtung von gemeinschaftsbasierten Zentren für lebenslanges Lernen in den EU-Mitgliedstaaten geprüft. Es werden die Erkenntnisse und Forschungsarbeiten zu dem Nutzen und den Vorteilen der Einrichtung solcher Zentren sowie zu den Hindernissen und Schwierigkeiten, die sowohl die Einrichtung als auch die Wirksamkeit solcher Zentren behindern, untersucht. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass gemeinschaftsbasierte Zentren für lebenslanges Lernen zeitgleich Instanzen einer Reihe von wichtigen Zielen des lebenslangen Lernens bereitstellen können, z. B. aktive Bürgerschaft, sozialer Zusammenhalt/soziale Inklusion, persönliche und soziale Erfüllung, interkultureller Dialog und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Bereiche: 4. Einbeziehung der Eltern; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 4.1. Kommunikation und Information; 4.3. Räume für Eltern und Einbeziehung in pädagogische Aktivitäten; 4.4. Lernen in der Familie; 5.4. Partnerschaften: Organisationen des Gemeinwesens und Zivilgesellschaft

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Albanien; Belgien; Bulgarien; Deutschland; Dänemark; Estland; Finnland; Frankreich; Griechenland; Irland; Island; Italien; Kroatien; Lettland; Litauen; Luxemburg; Malta; Niederlande; Nordmazedonien; Norwegen; Polen; Portugal; Rumänien; Schweden; Serbien; Slowakei; Slowenien; Spanien; Tschechische Republik; Türkei; Ungarn; Vereinigtes Königreich; Zypern; Österreich

MOBILE SQUADS

„Mobile Squads“ wurden entwickelt, um Schulen dabei zu unterstützen, eine Reihe von Faktoren zu bekämpfen, die zu einem vorzeitigen Schulabbruch führen können. Die Dienste der „Mobile Squads“ werden von der Schulleitung angefordert und können unter anderem auf Folgendes Bezug nehmen: Fehlzeiten und Schulabbruch, Verhaltensprobleme, Konflikte zwischen Erwachsenen, Schulung von Lehrpersonal sowie Unterstützung von Schülern, Mitgliedern des Lehrkörpers und Schulleitern. Bei komplizierteren Situationen kann das „Mobile Squad“ beschließen, den Fall an geeignetere Dienste zu übergeben.

Bereiche: 3. Unterstützung der Lernenden; 4. Einbeziehung der Eltern; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 3.7. Beobachtung und Begleitung gefährdeter Schüler; 4.1. Kommunikation und Information; 5.1. Multidisziplinäre Teams

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Belgien

PREVENT – BERICHT ÜBER ETHNIZITÄT UND MIGRANTEN

Dieser Bericht wurde im Rahmen des Projekts „Urbact – PREVENT“ erstellt, eines Netzwerks aus neun europäischen städtischen Kommunen (Antwerpen (Belgien-Flandern), Gijon (Spanien), Den Haag (Niederlande), München (Deutschland), Nantes (Frankreich), Sofia (Bulgarien), Stockholm (Schweden), Tallinn (Estland) und Usti (Tschechische Republik)), mit dem Ziel, Erfahrungen in Bezug auf die Einbeziehung von Eltern in die Prävention von vorzeitigen Schulabbrüchen auszutauschen. Mit dem Bericht wird beabsichtigt, Informationen für die künftige strategische Planung auf Kommunalebene in Bezug auf die Prävention von vorzeitigen Schulabbrüchen und die Einbeziehung von Eltern im Zusammenhang mit ethnischen Minderheiten und Migranten bereitzustellen. Dieser Bericht basiert auf den Antworten der am Projekt PREVENT teilnehmenden Kommunen, auf Vor-Ort-Besuchen in den Gemeinden sowie auf internationaler Forschung in diesem Bereich. Der Bericht soll den Kommunen eine Grundlage bieten, um die aktuelle strategische Entwicklung in diesem Bereich zu verbessern. PREVENT wird durch das EU-Programm „Urbact“ finanziert.

Bereiche: 3. Unterstützung der Lernenden; 4. Einbeziehung der Eltern

Teilbereiche: 3.9. Gezielte Förderung – Migranten und Roma; 4.1. Kommunikation und Information; 4.2. Beteiligung der Eltern an schulischen Entscheidungsprozessen; 4.3. Räume für Eltern und Einbeziehung in pädagogische Aktivitäten

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Belgien; Bulgarien; Dänemark; Estland; Frankreich; Niederlande; Schweden; Spanien; Tschechische Republik

RATGEBER FÜR ROMA-SCHULMEDIATOREN

Der vom Europarat erstellte Ratgeber für Roma-Schulmediatoren bzw. -assistenten („Guide for Roma school mediators/assistants“) richtet sich in erster Linie an alle Kategorien von Mitarbeitern aus der Roma-Gemeinschaft, die sich für die Verbesserung der Schulbedingungen für Roma-Kinder einsetzen. Mit dem Ratgeber sollen den Mitarbeitern umfangreiche Tools und praktische Leitlinien an die Hand gegeben werden, die sich an unterschiedliche Kontexte anpassen lassen. Der Ratgeber befasst sich mit den Profilen der Schulmediatoren bzw. -assistenten sowie ihrer Rolle bei der Erleichterung der Beziehungen zwischen der Schule und der Roma-Gemeinschaft einerseits sowie zwischen den Lehrkräften bzw. anderen Schulmitarbeitern und den Eltern der Roma-Kinder andererseits. Der Inhalt des Ratgebers soll also dazu beitragen, die Arbeit der Roma-Schulmediatoren bzw. -assistenten zu verbessern und die Auswirkungen unerwünschter Folgen zu verringern, indem strukturierte Alltagsaktivitäten vorgeschlagen und Aspekte der Mediation hervorgehoben werden, die in der Praxis häufig nicht genutzt werden.

Bereiche: 3. Unterstützung der Lernenden; 4. Einbeziehung der Eltern

Teilbereiche: 3.9. Gezielte Förderung – Migranten und Roma; 4.1. Kommunikation und Information

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Albanien; Belgien; Bulgarien; Deutschland; Dänemark; Estland; Finnland; Frankreich; Griechenland; Irland; Island; Italien; Kroatien; Lettland; Litauen; Luxemburg; Malta; Niederlande; Nordmazedonien; Norwegen; Polen; Portugal; Rumänien; Schweden; Serbien; Slowakei; Slowenien; Spanien; Tschechische Republik; Türkei; Ungarn; Vereinigtes Königreich; Zypern; Österreich

„KIES RAAK!“ – HILFE FÜR KINDER BEI ZUKUNFTSENTSCHEIDUNGEN

Eine gute Wahl der Schulfächer erhöht die Chancen, dass Schülerinnen und Schüler in der Zukunft Erfolg haben. Bei diesem Projekt werden die Eltern und Schüler in den Prozess der wohlüberlegten Entscheidungsfindung, was ihre Schulfächer anbelangt, einbezogen. Im Rahmen des Projekts werden Informationen über das flämische Bildungssystem bereitgestellt.

Bereiche: 3. Unterstützung der Lernenden; 4. Einbeziehung der Eltern; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 3.2. Die Teilnahme der Lernenden am Schulleben; 3.3. Berufsorientierung und -beratung; 3.4. Lehrplan und Lernpfade; 3.9. Gezielte Förderung – Migranten und Roma; 4.1. Kommunikation und Information; 4.3. Räume für Eltern und Einbeziehung in pädagogische Aktivitäten; 5.4. Partnerschaften: Organisationen des Gemeinwesens und Zivilgesellschaft

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Belgien