Lernbüro am TGM (Technologisches Gewerbemuseum)

Das Lernbüro wurde im Schuljahr 2016/17 am TGM (einer technischen Schule der Sekundarstufe II) als Schulexperiment eingeführt. Das Lernbüro wurde in der Abteilung für Informationstechnologie (IT) der Schule in zwei der vier Klassen des ersten Jahrgangs (d. h, Klassenstufe 9) eingeführt.
Im Lernbüro lernen die Schülerinnen und Schüler 20 Wochenstunden selbstgesteuert. Von diesen 20 Stunden entfallen neun auf allgemeinbildende Fächer (Deutsch, Englisch und Mathematik) und 11 Stunden auf Fächer der fachlichen Bildung (Softwareentwicklung, Systemtechnik, Medientechnik, Netzwerktechnik). Die anderen sechs Schulfächer (Geografie, Geschichte und Politische Bildung, Naturwissenschaften, Religion, Sport und Computerworkshop), die 13 Wochenstunden umfassen, werden noch nach herkömmlichen Unterrichtsmethoden unterrichtet.

Das selbstgesteuerte Lernen findet in vier speziell ausgestatteten Räumen statt. In jedem dieser Klassenräume befinden sich im Durchschnitt 16 Schülerinnen und Schüler, die von einer Lehrkraft unterstützt werden, wenn Fragen aufkommen. Während der Unterrichtsstunden im Lernbüro findet kein Unterricht durch Lehrkräfte statt. Stattdessen können die Schülerinnen und Schüler entscheiden, wann (in welcher Reihenfolge) und wie lange sie an einem bestimmten Thema arbeiten möchten. Außerdem können sie den Schwierigkeitsgrad des Lerninhalts bestimmen. Deshalb orientieren sich die Schülerinnen und Schüler selbst an einem Kompetenzrahmen, in dem festgelegt ist, welche Kompetenzen für ein bestimmtes Qualifikationsniveau erforderlich sind, also grundlegendes Wissen oder erweitertes Wissen. Die Lerninhalte werden von den Lehrkräften in elektronischer Form oder Papierform vorbereitet, wobei auf zusätzliche Informationsquellen (Websites, Bücher usw.) verwiesen wird. Wenn die Schülerinnen und Schüler ein Modul abschließen möchten, müssen sie mit ihrer Lehrkraft einen Termin für eine Prüfung vereinbaren. Zusätzlich zu diesen Prüfungen gibt es standardisierte Tests, die einen Vergleich der schulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler, die am Lernbüro teilnehmen, mit denen der anderen Schülerinnen und Schüler aus den Parallelklassen ermöglicht, die nach herkömmlichen Methoden unterrichtet werden.
Darüber hinaus erhalten die Schülerinnen und Schüler jede Woche zwei Stunden individuelle Lernberatung. Das bedeutet, dass jede Schülerin und jeder Schüler einer Lehrkraft zugeteilt wird, die sie/ihn individuell unterstützt, indem sie Lernziele setzt und erklärt, wie diese erreicht werden. Ein weiteres wichtiges Instrument ist das so genannte Logbuch (ein Lerntagebuch), das einen Wochenstundenplan enthält. Die Schülerinnen und Schüler verzeichnen im Logbuch ihre Ziele, ihren Lernfortschritt und die Inhalte, die bei der Lernbegleitung besprochen wurden. Mit dem Logbuch sollen die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und Eltern über die geplanten Schritte und den Lernfortschritt informiert werden.
https://www.youtube.com/watch?v=O1BdOM_a4Pk

 

Art
Praxis (direct evidence)
Land
Österreich
Sprache
BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV
Schulebene
Sekundarstufe
Interventionsebene
Gezielt
Intensität der Intervention
Laufend
Finanzierungsquelle
Nationalregierung