WILLKOMMENSKLASSE – TURMA DE ACOLHIMENTO

Die Willkommensklasse richtet sich an Schülerinnen und Schüler, deren Muttersprache nicht Portugiesisch ist, die noch nicht lange in Portugal sind und dort die Grundschulbildung (für 6- bis 12-Jährige) absolvieren. Abhängig vom Sprachniveau kann die Willkommensklasse rund 10 Stunden pro Woche stattfinden. Während dieser Zeit werden die Schülerinnen und Schüler aus ihrer eigentlichen Klasse herausgenommen, damit sie zu dieser speziellen Klasse gehen können. Dies geschieht so lange, bis die Schülerin bzw. der Schüler die portugiesische Sprache ausreichend beherrscht, sodass sie bzw. er dem Unterricht folgen kann. Die Schülerinnen und Schüler werden vom Klassenleiter, den Lehrkräften oder der Schulleitung (bei der Anmeldung) ausgewählt. Die Lehrkraft der Willkommensklasse stellt die Bedürfnisse der jeweiligen Schülerinnen und Schüler fest und entwickelt eine Strategie. Erreicht die Schülerin bzw. der Schüler das Sprachniveau, das erforderlich ist, um am regulären portugiesischsprachigen Unterricht teilnehmen zu können, kehrt sie bzw. er in die ursprüngliche Klasse zurück.

Die Lehrkraft der Willkommensklasse und die eigentliche (Haupt-)Klassenlehrkraft entscheiden über die Art und Weise der Umsetzung dieser Maßnahme (Strategien, Zeitaufwand und Umfang der Maßnahme). Die Lehrkraft der Willkommensklasse, die sich uneingeschränkt der Willkommensklasse widmet, arbeitet eng mit der eigentlichen Klassenlehrkraft zusammen.

Die Gesamtverantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahme trägt die Schulleitung.

Das Haupthindernis ist der Mangel an Lehrkräften, die eigentlich nötig wären, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, mehr Zeit pro Woche in der Willkommensklasse zu verbringen, insbesondere wenn sie mit keinen oder nur mit sehr geringen Portugiesisch-Kenntnissen ankommen. Es wäre ratsam, sie eine bestimmte Zeit lang mehr Stunden pro Woche in der Willkommensklasse zu unterrichten. Dies ist jedoch nicht immer möglich aufgrund des Lehrkräftemangels und der Bedingung von maximal 10/12 Schülerinnen und Schülern pro Klasse (gleichzeitig).

Die Umsetzung der Maßnahme wird von der Qualitätsbeobachtungsstelle der Schule (die für das Monitoring und die interne Evaluierung der Schule verantwortliche Struktur) und der Schulleitung überwacht und bewertet.

Die Ergebnisse waren bislang ausgezeichnet. Das Erlernen der portugiesischen Sprache wird beschleunigt, was eine schnellere Rückkehr zur eigentlichen Klasse ermöglicht. Einigen Schülerinnen und Schülern ist es sogar gelungen, in ihrem ersten Jahr in Portugal/an der Schule die Lernziele zu erreichen.

Was die notwendigen Ressourcen und die Finanzierung betrifft, so bedarf es eines speziellen Raums mit geeigneten Materialien zur Förderung des Spracherwerbs sowie einer Vollzeitlehrkraft für diese Maßnahme. Die Maßnahme wird vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft im Rahmen des Programms TEIP (Territórios Educativos de Intervenção Prioritária) finanziert.

Die Maßnahme wird nach wie vor umgesetzt und ist Teil des TEIP-Förderplans des Schulverbandes.

Art
Praxis
Land
Portugal
Sprache
BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV
Schulebene
Primary
Interventionsebene
Gezielt
Intensität der Intervention
Laufend
Finanzierungsquelle
Nationalregierung