E-TOOL FÜR DIE PRÄVENTION VON MOBBING

Die schwedische Bildung basiert auf der Achtung der Menschenrechte und der demokratischen Grundwerte wie der Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens, der Gleichwertigkeit aller Menschen, der Achtung der persönlichen Integrität des Einzelnen und der Gleichstellung der Geschlechter. In Übereinstimmung mit diesen Werten wird großer Wert darauf gelegt, dass alle Bildungsmaßnahmen integrativ sind sowie Diskriminierung und Belästigung in allen Formen, was auch Mobbing einschließt, aktiv verhindert werden.

Alle Schulen müssen über eine systematische Methode zur Förderung von Anti-Diskriminierungsmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Verhinderung von Belästigung und Mobbing verfügen. Seit dem 1. Januar 2009 ist daher jede Schule und jeder Kindergarten verpflichtet, einen jährlichen Gleichbehandlungsplan aufzustellen, in dem alle präventiven Maßnahmen und Routinen gegen Belästigung und Mobbing beschrieben sind.

Der Ombudsmann gegen Diskriminierung hat ein E-Tool ins Leben gerufen, das Schulen bei der Erstellung des Plans unterstützen soll. Das E-Tool umfasst alle gesetzlich geforderten Aspekte: Präventionsmaßnahmen und Routinen für Notfallsituationen sowie Maßnahmen der Schule bei Diskriminierung, Belästigung, Ungleichbehandlung oder Mobbing. Das Tool bietet Hilfe bei der Erstellung des Schul- oder Kindergartenplans gegen Diskriminierung und erniedrigende Behandlung. Das Tool ist kostenlos nutzbar und wurde vom Ombudsmann gegen Diskriminierung in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Schülervertreter des Schulaufsichtsamts und des nationalen Bildungsamts entwickelt.

Das Tool führt die Schulleitung, die Kindergartenleitung bzw. alle weiteren verantwortlichen Personen Schritt für Schritt durch die verschiedenen Bestandteile des Plans. Entlang des Weges erhalten sie außerdem eine Vielzahl von praktischen Tipps und Ratschlägen sowie Hinweise auf Gesetze und Richtlinien. Ein Modell des Tools im PDF-Format und weitere Informationen sind auf der Website verfügbar (www.planforskolan.se).

Das E-Tool listet die geplanten Präventionsmaßnahmen auf und die Themen, die behandelt werden sollten. Hierzu zählen:

  • die Beteiligung der Lernenden und des Lehrpersonals an der Entwicklung des Plans
  • die Veröffentlichung des Plans
  • die Evaluierung des vorhergehenden Plans und eine Beschreibung der Vorgehensweise bei der Evaluierung des aktuellen Plans
  • die Beschreibung der aktuellen Situation und Orte (ob es Orte oder Zeiten gibt, an oder zu denen sich die Lernenden verletzlicher oder exponierter fühlen)
  • Präventionsmaßnahmen
  • Routinen für Notfallsituationen
Art
Praxis
Land
Schweden
Sprache
BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV
Schulebene
Primary; Secondary
Interventionsebene
Universell
Intensität der Intervention
Laufend
Finanzierungsquelle
Keine Finanzierung