SCP: Programm für den Abschluss der Schulbildung

Das Programm SCP (School Completion Programme – Programm für den Abschluss der Schulbildung) in Irland umfasst lokale Interventionen in benachteiligten Gemeinschaften, um junge Menschen beim Abschluss ihrer Schulbildung zu unterstützen. Das Programm macht es lokalen Gemeinschaften möglich, maßgeschneiderte Strategien zu entwickeln, um den Beteiligungsgrad der Schülerinnen und Schüler zu maximieren, die Gefahr laufen, ihre Schulbildung vorzeitig abzubrechen. Im Rahmen des Programms werden einzelne Jugendliche im schulpflichtigen Alter zur Zielgruppe genommen (sowohl innerhalb und außerhalb des schulischen Umfelds) und Unterstützungsmaßnahmen organisiert, um Ungleichheiten beim Bildungszugang, bei der Teilnahme und bei den Ergebnissen zu beseitigen. Das SCP ist ein zentrales Element der Initiative „DEIS“ (Delivering Equality of Opportunity in Schools – Chancengleichheit in den Schulen), die ein politisches Instrument für die bildungspolitische Integration darstellt.

Das Programm SCP basiert auf lokalen Projekten, die unter der Leitung und Verwaltung eines lokalen Verwaltungskomitees (Local Management Committee – LMC) durchgeführt werden. Das LMC setzt sich aus Vertretern der beteiligten Schulen und gegebenenfalls aus Elternvertretern und Vertretern anderer lokaler ehrenamtlicher und gesetzlicher Dienste zusammen. Das LMC ist für die Projektführung verantwortlich, einschließlich der Nutzung der Projektressourcen sowie der Rechenschaftspflicht für öffentliche Gelder, die vom Minister für Kinder- und Jugendfragen über die Kinder- und Familienbehörde (Tusla) zur Verfügung gestellt werden. Entscheidungsfindungsprozesse auf lokaler Ebene sind ein wesentliches Merkmal des Projektmodellansatzes.

Jedes Jahr werden im Rahmen des Projekts die Bedürfnisse der Jugendlichen vor Ort, die Gefahr laufen, die Schule vorzeitig abzubrechen, geprüft, damit ein kosteneffizienter und zielgerichteter Vorschlag für Interventionen (ein sogenannter „Retention Plan“) erarbeitet werden kann.  Die Interventionspläne der Schulen enthalten üblicherweise eine Reihe von Initiativen und Unterstützungsmaßnahmen, die zielgerichtet in der gesamten Schule bzw. in einer Klasse und je nach Zweckmäßigkeit in der Schulzeit, nach der Schulzeit, außerhalb der Schule und während der Ferien umgesetzt werden. 

Art
Praxis
Land
Irland
Sprache
BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV
Schulebene
Primary; Secondary
Interventionsebene
Gezielt
Intensität der Intervention
Laufend
Finanzierungsquelle
Nationalregierung