Godalen und Thor Heyerdahl – Obere Sekundarschulen in Norwegen

Um Schulabbrüche zu verhindern, haben die oberen Sekundarschulen Godalen und Thor Heyerdahl in Norwegen sich darauf konzentriert, ihre Schulleitungsstrategien zu verbessern und zu stärken. Die Schulen haben eine Reihe von Maßnahmen eingeführt, um die Lehrkräfte und Jugendlichen gleichermaßen zu unterstützen.

Die oberen Sekundarschulen Godalen und Thor Heyerdahl in Norwegen haben zur Verhinderung von Schulabbrüchen in umfassender Weise eine Reihe von Strategien und Maßnahmen umgesetzt, die auf Folgendem basieren:

einer engagierten und zielorientierten Leitung, evidenzbasierten Schulführungsmethoden und einem Follow-up.

Dies bedeutet konkret:

  • Die Lehrkräfte holen die Schülerinnen und Schülern auf ihrem tatsächlichen und nicht auf dem gewünschten Stand ab.
  • Die Beziehungen zwischen den Lehrkräften und Schülern werden als die Grundlage für effektives Lernen betrachtet.
  • Es werden zwei Grundregeln beachtet: Es wird frühzeitig zu Hause angerufen und Schulschwänzen wird unverzüglich und korrekt notiert.
  • Es gibt einen aktiven und funktionierenden Schülerrat.
  • „Die Schülerinnen und Schüler lösen Probleme selbst“: Hierbei handelt es sich um ein Programm, bei dem die Schülerinnen und Schüler Konflikte selbst lösen, und zwar durch Mediation, Vertrauensbildung, die Schaffung einer guten Lernumgebung und die Steigerung ihrer sozialen Kompetenz.
  • Die Schulen haben in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachleuten innerhalb der Schulen neue Maßnahmen eingeführt:
  • Es gibt mehrere Programme für die Ausbildung am Arbeitsplatz für Lernende, die motiviert sind, auf praktische Weise ihren Gesellenbrief oder ihr LSC (Limited Skills Certificate – Zertifikat für Geringqualifizierte) zu erwerben.
  • Eine alternative Schulbildung verschafft Risikoschülerinnen und -schülern mehr Grundfertigkeiten und Sozialkompetenzen, Motivation und Mitwirkungsmöglichkeiten. Sie umfasst eine Vielzahl von Möglichkeiten, die zu einem Abschluss führen können, wobei die Programme zunächst auf die individuellen sozialen Bedürfnisse der Schüler und die schulischen Anforderungen für ein LSC ausgerichtet werden und später, nach einigen Jahren Berufstätigkeit, auf den Erwerb eines Gesellenbriefs. Für Schülerinnen und Schüler, die ihre Motivation verlieren, weil sie in theoretischen Fächern scheitern, aber dennoch über praktische Fähigkeiten verfügen, ist ein LSC der richtige Weg. Dies kann die Grundlage für den Erwerb einer höheren beruflichen Qualifikation in einer späteren Lebensphase darstellen.
  • Diese Ausbildung umfasst Module bzw. Modulteile eines Fachs, z. B. jene, die für den Erwerb einer Qualifikation als Schweißer erforderlich sind. Alternative Programme reduzieren das Schulschwänzen und die Schulabbrecherquoten und helfen dank einer reaktionsfähigeren und flexibleren Umgebung bei der Reintegration in das Lernen und in die Gemeinschaft. Die Absolventen berichten, dass diese Erfahrung einen Unterschied bewirkt und ihnen dabei geholfen habe, produktive Bürgerinnen und Bürger zu werden.

Jugendunternehmen fungieren als ein pädagogisches Instrument, um Risikoschülerinnen und -schüler zu motivieren.

Art
Praxis
Land
Norwegen
Sprache
BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV
Schulebene
Secondary
Interventionsebene
Gezielt
Intensität der Intervention
Von Zeit zu Zeit stattfindend
Finanzierungsquelle
Lokale Finanzierung; Nationalregierung