UNTERSTÜTZUNG FÜR ROMA-SCHÜLERINNEN UND -SCHÜLER IN FINNLAND

Finnland hat Maßnahmen eingeführt, um Kinder mit Roma-Hintergrund bei der Absolvierung einer hochwertigen Grundschulbildung zu unterstützen. Zwischen 2008 und 2011 wurden insgesamt 1,8 Millionen EUR für diese Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Ein äußerst erfolgreicher Ansatz ist die Einführung von Schulassistentinnen oder -assistenten mit Roma-Hintergrund, um junge Roma-Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.

Die Entwicklung von Aktivitäten für Roma-Schülerinnen und -Schüler in der Grundbildung begann 2008 im Rahmen der umfassenden Förderung der Qualität der Grundbildung in Finnland. Im Frühjahr 2008 wurde Kommunen die Möglichkeit angeboten, eine staatliche Förderung für die Unterstützung der Grundbildung von Roma-Schülerinnen und -Schülern zu beantragen. Die staatlichen Fördermittel für diese Maßnahmen während des Zeitraums 2008-2011 beliefen sich auf insgesamt 1,8 Mio. EUR. In diesem Zeitraum haben 31 Kommunen eine staatliche Förderung erhalten. Damit haben bis zu 80 % aller Roma-Schülerinnen und -Schüler von der Förderung profitiert.

Die Entwicklungsaktivitäten sollen langfristig angelegt, national effektiv und ganzheitlich sein. Sie richten sich nicht nur an Schülerinnen und Schüler, sondern auch an ihre Erziehungsberechtigten, Lehrkräfte und Schulen. Von den Kommunen wird erwartet, diese Entwicklungsaktivitäten dauerhaft anzubieten und in den Schulalltag zu integrieren. Zu diesen Aktivitäten zählen:

  • die Kontaktaufnahme mit der Roma-Schülerin bzw. dem Roma-Schüler;
  • die Förderung von Toleranz und guter ethnischer Beziehungen sowie die Verbesserung der Kenntnisse über die Roma-Kultur;
  • die Förderung des Kontakts zwischen der Roma- und der Mehrheitsbevölkerung in der Schulgemeinschaft;
  • die Entwicklung der Identität der Roma-Schülerin bzw. des Roma-Schülers;
  • die Förderung des Erlernens der Roma-Sprache;
  • die Förderung der Lernmöglichkeiten für Roma-Schülerinnen und -Schüler;
  • die Entwicklung des Bildungsangebots für Roma-Schülerinnen und -Schüler mit besonderem Förderbedarf;
  • die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen dem Roma-Zuhause und der Schule und
  • die Berücksichtigung der unterschiedlichen Hintergründe der Roma-Schülerinnen und -Schüler in der Pädagogik und bei der Entwicklung des Lehrmaterials.

Eine Möglichkeit, die Grundbildung von Roma-Schülerinnen und -Schülern zu unterstützen, ist die Einstellung von Roma-Schulassistentinnen bzw. -assistenten. Diese Maßnahme hat sich bereits als äußerst erfolgreich erwiesen; inzwischen gibt es viele Kommunen, die mit ihren eigenen Mitteln Assistentinnen oder Assistenten mit Roma-Hintergrund in ihren Schulen eingestellt haben.

Art
Praxis
Land
Finnland
Sprache
BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV
Schulebene
Primary; Secondary
Interventionsebene
Gezielt
Intensität der Intervention
Laufend
Finanzierungsquelle
Nationalregierung