2. Lehrerinnen und Lehrer

Zahlreiche Forschungsergebnisse belegen, dass das schulische Engagement der Lernenden in erster Linie dadurch beeinflusst wird, welche Unterstützung sie von den Lehrern erfahren. Dieser enge Zusammenhang wurde für das Wohlbefinden und die Einstellungen in sozialer, emotionaler und verhaltensbezogener Hinsicht beobachtet. Von Lehrern wird zunehmend erwartet, dass sie zu „Lernbegleitern“ werden. Indem sie alle Lernenden motivieren, anleiten und kontinuierlich unterstützen, helfen die Lehrer ihren Schülern, selbstbestimmt und eigenverantwortlich zu lernen. Dazu müssen Lehrer starke und vertrauensvolle Beziehungen mit den Lernenden und ihren Eltern aufbauen.

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Der Lernzug

In Antwerpen, Belgien, können sich Lehramtsreferendare ehrenamtlich an der Lernzug-Initiative der Nichtregierungsorganisation „Schoolbridge“ beteiligen. Im Rahmen dieser Initiative können einerseits die Lehramtsreferendare Erfahrung im Umgang mit Eltern mit Migrationshintergrund und/oder aus benachteiligten Gruppen sammeln und andererseits die Eltern Kompetenzen erwerben, um ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen. Die Lehramtsreferendare arbeiten mit den Eltern und coachen sie einmal in der Woche 60-90 Minuten lang. Diese Unterstützung ist maßgeschneidert: Sie hängt von den Bedürfnissen des Elternteils ab und wird auf den Schulunterricht oder die Hausaufgaben abgestimmt. Die Lehramtsreferendare werden während ihres Lernprozesses als zukünftige Lehrkräfte oder Sozialarbeiter ebenfalls von einem auf Bildung spezialisierten Sozialarbeiter der Nichtregierungsorganisation „Schoolbridge“ gecoacht, da beide als Partner mit den Eltern der Schulkinder zusammenarbeiten werden.

Bereiche: 2. Lehrerinnen und Lehrer; 3. Unterstützung der Lernenden; 4. Einbeziehung der Eltern

Teilbereiche: 2.3. Erstausbildung sowie Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer; 3.6. Erweitertes und außerunterrichtliches Lernen; 4.1. Kommunikation und Information; 4.3. Räume für Eltern und Einbeziehung in pädagogische Aktivitäten

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Belgien

INCLUD-ED: INTERAKTIVE GRUPPEN

Interaktive Gruppen gehören zu den erfolgreichen Bildungsmaßnahmen (Successful Educational Actions – SEAs), die im Rahmen des Forschungsprojekts INCLUD-ED identifiziert wurden. Im Rahmen von INCLUD-ED wurden nicht nur Bildungsstrategien analysiert, die zur Überwindung von Ungleichheiten beitragen und den sozialen Zusammenhalt fördern, sondern auch solche, die zu sozialer Ausgrenzung führen, mit einem besonderen Fokus auf schutzbedürftigen und marginalisierten Gruppen. Interaktive Gruppen werden zur Anwendung gebracht, um die Bildung von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Kontexten zu verbessern. Die Schülerinnen und Schüler in einer Klasse werden in kleine heterogene Gruppen eingeteilt, die jeweils von einem Erwachsenen gefördert werden. Jede dieser Gruppen besteht aus vier oder fünf Schülerinnen und Schülern und wird in heterogener Weise entsprechend dem Fähigkeitsniveau, dem Geschlecht, der Kultur, der Sprache und der ethnischen Zugehörigkeit organisiert. Dieses Beispiel soll ein Verständnis für interaktive Gruppen und die Ergebnisse ihrer Anwendung vermitteln.

Bereiche: 2. Lehrerinnen und Lehrer; 3. Unterstützung der Lernenden; 4. Einbeziehung der Eltern

Teilbereiche: 2.1. Fähigkeiten und Kompetenzen der Lehrkräfte; 3.5. Lernen und Beurteilung; 3.9. Gezielte Förderung – Migranten und Roma; 3.10. Gezielte Förderung: Sonderpädagogischer Förderbedarf und Lernschwierigkeiten; 4.3. Räume für Eltern und Einbeziehung in pädagogische Aktivitäten

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Albanien; Belgien; Bulgarien; Deutschland; Dänemark; Estland; Finnland; Frankreich; Griechenland; Irland; Island; Italien; Kroatien; Lettland; Litauen; Luxemburg; Malta; Niederlande; Nordmazedonien; Norwegen; Polen; Portugal; Rumänien; Schweden; Serbien; Slowakei; Slowenien; Spanien; Tschechische Republik; Türkei; Ungarn; Vereinigtes Königreich; Zypern; Österreich

The CARMA Toolkit: A step-by-step guide for implementing collaborative learning to increase student motivation and participation

The CARMA Toolkit fosters collaborative learning approaches in schools, based on non-formal learning (NFL) techniques, for learners who have been identified as being at risk of early school leaving and/or low achievement. The Toolkit provides practical resources for classroom practices and to transform school cultures to improve student motivation and participation. Involvement of the wider community in supporting collaborative learning is also encouraged. A Competence Assessment Model supports teachers to assess learners’ collaborative skills. A teacher’s diary to track implementation and learner progress accompanies the Toolkit.. The Toolkit is available in full and short versions in 8 languages English, Spanish, Italian, French, German, Portuguese, Dutch and Turkish.

Bereiche: 1. Schulkonzept; 2. Lehrerinnen und Lehrer; 3. Unterstützung der Lernenden; 5. Beteiligung externer Akteure

Teilbereiche: 1.1. Schulkultur und -klima; 1.3. Schulmanagement; 1.4. Zusammenarbeit in Bildungssystemen; 2.1. Fähigkeiten und Kompetenzen der Lehrkräfte; 2.2. Die Beziehung der Lehrer zu Schülern und Eltern; 3.4. Lehrplan und Lernpfade; 3.5. Lernen und Beurteilung; 3.10. Gezielte Förderung: Sonderpädagogischer Förderbedarf und Lernschwierigkeiten

Sprache: EN

Land: Belgien; Frankreich; Italien; Portugal; Spanien; Türkei; Österreich

Zusammen zum Ziel

Dieses Projekt in Flandern, Belgien, das darauf abzielt, Erfolg für alle Kinder sicherzustellen und frühe Schulabgänge zu verhindern, konzentriert sich gezielt auf die Einführung einer Schulkultur und einer Reihe von Maßnahmen zur Vermeidung von Klassenwiederholungen.

Bereiche: 1. Schulkonzept; 2. Lehrerinnen und Lehrer; 3. Unterstützung der Lernenden

Teilbereiche: 1.1. Schulkultur und -klima; 1.2. Schulplanung und -beobachtung; 2.2. Die Beziehung der Lehrer zu Schülern und Eltern; 2.3. Erstausbildung sowie Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer; 3.2. Die Teilnahme der Lernenden am Schulleben; 3.3. Berufsorientierung und -beratung; 3.4. Lehrplan und Lernpfade; 3.5. Lernen und Beurteilung; 3.10. Gezielte Förderung: Sonderpädagogischer Förderbedarf und Lernschwierigkeiten

Sprache: BG; CZ; DA; DE; EL; EN; ES; ET; FI; FR; HR; HU; IT; LT; LV; MT; NL; PL; PT; RO; SK; SL; SV

Land: Belgien