Projekte und Aktionen für eine glücklichere Schulzeit

Bild: Markus Spiske / Unsplash.com

In den letzten Jahren haben sich gesundheitliche Probleme – insbesondere solche, die die psychische Gesundheit betreffen – bei jungen Menschen weltweit vervielfacht.. Die Schule ist der perfekte Ort, um die Kompetenzen zu entwickeln, die für eine gute körperliche und geistige Gesundheit erforderlich sind: Diese vier Projekte stellen einen Versuch dar, das allgemeine Wohlbefinden der Schüler/innen zu verbessern.

UPRIGHT: Maßnahmen für die Verbesserung der psychischen Gesundheit junger Menschen

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UPRIGHT ist ein Forschungsprojekt, das durch das Programm HORIZONT 2020 der Europäischen Union gefördert wird. Das Akronym steht für „Universal Preventive Resilience Intervention Globally implemented in schools to improve and promote mental Health for Teenagers“. Das Ziel des Projekts ist es, eine Kultur des psychischen Wohlbefindens in Schulen in fünf europäischen Regionen zu entwickeln, indem ein Trainingsprogramm zur psychischen Widerstandsfähigkeit mitgestaltet, durchgeführt und validiert wird. Dies geschieht durch einen gesamtschulischen Ansatz, der sowohl die Jugendlichen und ihre Familien als auch die pädagogischen Fachkräfte unterstützt. Zu den Entwickler/innen dieses Trainingsprogramms gehören Schulpsycholog/innen und IKT-Expert/innen aus ganz Europa.

UPRIGHT basiert auf vier Hauptkomponenten:

  • Bewältigung (die Art und Weise, wie Menschen sich verhalten, wenn sie mit Stress konfrontiert sind);
  • Effektivität (die Fähigkeit, ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen);
  • soziales und emotionales Lernen (der Prozess, durch den Kinder und Erwachsene das Wissen, die Einstellungen und die Fähigkeiten, die notwendig sind, um Emotionen zu verstehen und zu handhaben, erwerben und effektiv anwenden), und
  • Achtsamkeit (die Aufmerksamkeit auf das, was gerade jetzt in uns und um uns herum geschieht, richten).

Für jede Komponente gibt es einen theoretischen Teil, gefolgt von einem praktischen Teil. Indem die Schüler/innen diese Fähigkeiten in ihrem Alltag umsetzen, verbessern sie ihr eigenes Wohlbefinden und das ihrer Familien.

BOOST: Förderung der psychischen Widerstandsfähigkeit

children playing on the ground

BOOST ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mehrerer Partner aus den Bereichen Gesundheitsforschung, Bildung und Politik. Es zielt darauf ab, eine innovative Strategie zu entwickeln, um die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Schüler/innen durch die Stärkung ihrer sozialen und emotionalen Fähigkeiten zu verbessern. BOOST wird durch das Programm HORIZONT 2020 der Europäischen Union finanziert. Es startete im Januar 2018 und hat eine Laufzeit von vier Jahren.

Das Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung, Umsetzung und Erprobung eines neuen, auf sozialem und emotionalem Lernen basierenden Ansatzes zur Förderung der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens von Grundschulkindern, insbesondere von Kindern aus unterschiedlichen kulturellen und sozioökonomischen Kontexten und mit unterschiedlichen Bildungsbedürfnissen und Schwächen. Der Ansatz ist so konzipiert, dass er von Lehrkräften in Regelschulumgebungen angewendet werden kann, um so die Resilienz zu erhöhen und das psychische Wohlbefinden in großen und vielfältigen Populationen von Kindern zu unterstützen.

Fühl dich wohl, Lerne besser

Fühl dich wohl, Lerne besser (ABMA) war ein Pilotprogramm in Frankreich, das über drei Jahre (2013-2016) in Grund- und weiterführenden Schulen durchgeführt wurde. Es befasste sich mit Fehlzeiten und sozialen Problemen, indem es harmonische Interaktionen und das Wohlbefinden unter Schüler/innen und Mitarbeiter/innen förderte. Es hatte außerdem zum Ziel, die Kohärenz zwischen den bestehenden Maßnahmen für die gesundheitliche und staatsbürgerliche Bildung zu erhöhen. Neunzehn Schulen nahmen teil und setzten auf Anraten des Projektteams Änderungen in ihrer Organisation, ihren Abläufen, ihrem Meldeverhalten und ihren Präventionsansätzen in Bezug auf Gesundheitsthemen um.

Die Ergebnisse deuteten auf eine deutliche Verbesserung des Schulumfelds hin, die sich insbesondere durch eine positivere Atmosphäre sowie durch einen stärkeren Zusammenhalt und eine größere Konsistenz auszeichnete.

Gesunde Generationen

child in front of a computer's screen

Im eTwinning-Projekt Healthy Generations (Gesunde Generationen) erforschen die Schüler/innen verschiedene Aspekte von Lebensmitteln und Ernährung, um deren Zusammenhang mit Wachstum und Gesundheit zu verstehen. Zu diesem Zweck identifizieren sie den menschlichen Körper und seine Bestandteile sowie den Verdauungsprozess und anschließend die Lebensmittelgruppen und ihre Eigenschaften.

Das Projekt zielt darauf ab, das kritische Denken der Schüler/innen und ihre Fähigkeit, Probleme zu lösen zu verbessern, indem es schnelle und praktische Lösungen fördert. Es fördert Kreativität und Innovation beim Erlernen von wissenschaftlichen Konzepten in den Bereichen Lebensmittel und Ernährung. Darüber hinaus verankert Healthy Generations die Verbindung zwischen guter Ernährung und nachhaltiger Entwicklung im Bewusstsein der Schüler/innen und verbessert ihre Kenntnisse im Bereich gesunde Ernährung. Das Ergebnis ist, dass die Schüler/innen ihre Lebensmittel bewusster auswählen und zunehmend besser wissen, wie sie ihre Gesundheit erhalten können. Das Projekt wurde mit dem eTwinning-Qualitätssiegel ausgezeichnet.

 Weitere laufende und abgeschlossene von der EU geförderte Projekte in der schulischen Bildung finden Sie auf der Erasmus+-Projektergebnisplattform.
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