Umweltfreundliche Schulen für eine bessere Zukunft

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Die moderne Zivilisation beginnt bereits, unseren Planeten zu verschleißen. Die Umwelt und die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung sind uns wichtig – aber wie leben wir das, was wir predigen? Bei diesem Thema sollten die Lehrkräfte nicht zögern, gemeinsam mit ihren Schülern zu lernen.

Zur Einschätzung der Wahrscheinlichkeit von intelligentem Leben im Universum verwendet die Drake-Gleichung als einen Parameter bekanntlich die Langlebigkeit einer technischen Zivilisation. Carl Sagan formulierte es so: „Zivilisationen benötigen zu ihrer Entstehung möglicherweise Milliarden von Jahren mühevoller Entwicklung und löschen sich dann in einem Moment unverzeihlicher Vernachlässigung aus.“

Es gibt viele Ansätze, die Lehrkräfte und Schulen verfolgen können, um dieses Thema mit ihren Schülern zu untersuchen. Hier sind drei Projekte zur Inspiration:

Ökologisch, was sonst?

Wie viel Wasser und Energie verbrauchen die Lehrkräfte und Schüler? Können wir Abfall trennen oder, noch besser, vermeiden? Bietet Ihre Schule genügend Sportangebote und ökologisch nachhaltige Mahlzeiten? Das sind keine rein theoretischen Fragen, zumindest nicht für das Projekt Ökologisch, was sonst? Nachhaltige Schulen auf der Überholspur in Europa.

Mithilfe von Workshops und Mobilitätschancen strebten die Partnerschulen danach, ihr Angebot zu verbessern und als ÖKOLOG Schulen zertifiziert zu werden. Da die Teilnehmer in verschiedenen Teilen Europas lebten, konnten sie sich von den unterschiedlichen Standards und Vorgehensweisen ihrer Kollegen in Bezug auf die Ökologie inspirieren lassen. Die Partnerschulen haben Arbeitsblätter, Maßnahmen, Quiz und Fragebögen zu vielen Themen entwickelt, zum Beispiel Abfallwirtschaft. Sie erstellten auch gemeinsam ein Kochbuch und führten eine Reihe von Interviews, um die Bedürfnisse und das Potenzial der Schüler im Hinblick auf Sport zu analysieren:

Dabei war Nachhaltigkeit nicht nur der Schwerpunkt – auch die Partnerschaft selbst erwies sich als nachhaltig: So wurden Schlussfolgerungen aus früheren nationalen Programmen herangezogen und eigene Ergebnisse weitergegeben.

Ökologisch, was sonst? war eine strategische Erasmus+ Partnerschaft zwischen sechs Ländern: Österreich, Tschechien, Italien, Portugal, der Slowakei und der Türkei. Sie dauerte von 2014 bis 2016 und wurde als Erfolgsgeschichte und Good Practice-Beispiel ausgezeichnet.

Auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung

Gemäß dem globalen Aktionsprogramm der UNESCO sollte Nachhaltigkeit nicht nur ein Punkt im schulischen Lehrplan sein, der abgehakt werden muss. Sie sollte die gesamte Schulkultur durchdringen – ihre Werte, Aktivitäten und Richtlinien. Das war auch das Ziel des ECORoad-Projektes, dessen voller Titel lautet: „Verbesserung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung durch die Förderung der Schulkultur“.

Im Rahmen des Projekts wurden fünf internationale Treffen und vier Fortbildungseinheiten organisiert. Insbesondere wurde auch die Broschüre A Road Map to an ESD school erstellt, die am Schoen-Modell der vier Schlüsseldimensionen orientierte Beispiele für Entwicklungsaktivitäten an den Partnerschulen enthält:

  • berufliche Orientierung
  • Organisationsstruktur
  • Lehren und Lernen
  • schülerzentrierter Fokus

Ein Vergleich zwischen den Umfragen vor und nach dem Projekt zeigt, dass den Mitarbeitern und Schülern am Ende die nachhaltige Entwicklung ein wichtigeres Anliegen geworden war. Eine Lehrkraft sagte zum Beispiel: „Die Arbeitsgruppen sind eine gute Möglichkeit, den Schülern Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln“, z. B. „Verantwortung für die Fütterung der Fische zu übertragen“.

ECORoad war eine strategische Erasmus+ Partnerschaft zwischen vier Ländern: Belgien, Island, Finnland und das Vereinigte Königreich. Sie dauerte von 2016 bis 2018 und wurde als Good Practice-Beispiel ausgezeichnet.

Sechs ornithologische NROs, Tausende von Klassenzimmern

Naturkundliche Bildung bringt viele Vorteile mit sich: Sie schafft die Voraussetzungen für persönliches Wohlbefinden, sie verspricht eine nachhaltigere Zukunft für Gemeinschaften und sie fördert Kompetenzen, die Kindern in anderen Lernbereichen helfen. Dennoch ist sie im Vor- und Grundschulunterricht nicht sehr verbreitet. Das Projekt Empowering teachers and pupils for a better life through nature versucht, dies über die Erstellung hochwertiger Hilfsmaterialien, die Organisation von Fortbildungseinheiten und den Aufbau von Netzwerken auf nationaler und europäischer Ebene zu ändern. Der Schwerpunkt lag hierbei auf Lehrkräften aus ländlichen Gebieten und Kleinstädten: 60 von ihnen nahmen an den Fortbildungen teil, 342 besuchten die Veranstaltungen und über 2360 wurden auf andere Weise erreicht.

Die Bildungsressourcen sind in allen Sprachen der Partner verfügbar – in einem herunterladbaren Format und in einer App: Damit können sich die Schüler über Vogelzug, Flugrouten, Schutzmaßnahmen, Biodiversität und mehr informieren.

Vogelnester

Im YouTube-Kanal des übergeordneten Projekts, Spring Alive, finden sich auch viele Video-Tutorials, die vor Ort gedreht wurden.

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Das Projekt war eine strategische Erasmus+ Partnerschaft zwischen sechs Ländern: Tschechien, Irland, Nordmazedonien, Polen, der Slowakei und Spanien. Es dauerte von 2016 bis 2018 und wurde als Good Practice-Beispiel ausgezeichnet.

Aktuelle und frühere von der EU finanzierte Projekte zur schulischen Bildung finden Sie auf der Erasmus+ Plattform mit Projektergebnissen.
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