Hintergrundinformationen zum ukrainischen Bildungssystem seit 2016

Bild: kieferpix/Adobe Stock

Eine Bildungsreform, die im Jahr 2016 begann, hat viele Veränderungen im ukrainischen Bildungswesen bewirkt.

Die schulische Ausbildung erstreckt sich nun über 12 Jahre statt wie bisher über 11 Jahre. Kinder werden mit sechs Jahren eingeschult und können in den letzten drei Jahren ihrer Schulzeit zwischen einer akademischen und einer beruflichen Orientierung wählen.

In dem Bestreben, das Bildungswesen zu dezentralisieren, hat das ukrainische Ministerium für Bildung und Wissenschaft den Schulen auch mehr Autonomie gewährt. Nach einem neuen Gesetz haben die Schulen die Freiheit, ihren eigenen Lehr- und Bildungsplan zu erstellen.

Die Schulleitung besteht aus dem/der Schulleiter/in, der/die maximal fünf Jahre im Amt ist, sowie dem Pädagogischen Rat, der unter anderem über die Organisationsstruktur der Schule und die Übernahme von Lehrplänen entscheidet. Darüber hinaus gibt es eine gemeinschaftliche Aufsicht und Zusammenarbeit in Form des Elternbeirats und der Schulaufsichtsbehörde.

Die derzeitigen Bildungsstandards der Ukraine basieren auf den Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen der Europäischen Union.

In diesem Video der European Training Foundation spricht Roman Shyyan über die Veränderungen aus seiner Sicht:


Eine Beschreibung der allgemeinen und beruflichen Bildung in der Ukraine finden Sie auf diesen offiziellen ukrainischen Websites:

Länderspezifische Informationen über die allgemeine und berufliche Bildung und die Beschäftigungssituation in der Ukraine werden auch von der European Training Foundation bereitgestellt, darunter weitere strukturierte Informationen über alle Bildungsebenen und Informationen über Reformen in der Ukraine auf der Basis von Schlüsselkompetenzen.

Hier finden Sie nähere Informationen darüber, wie der Schulunterricht nach der russischen Invasion in der Ukraine weitergeht. Aktuelle Informationen und Ressourcen finden Sie in unserem Artikel Bildung und Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge.