Die Bedeutung der Einbeziehung von Interessengruppen in Qualitätssicherungsprozesse: neuer Bericht für politische Entscheidungsträger

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Ein Bericht der schulischen Arbeitsgruppe zur allgemeinen und beruflichen Bildung 2020 unterstreicht die Bedeutung der Einbeziehung von Interessengruppen in Qualitätssicherungsprozesse zur Unterstützung der Qualität des Lernens und des Wohlbefindens aller Kinder und Jugendlichen an Schulen.

Unter Qualitätssicherung versteht man hier die Maßnahmen, Prozesse und Aktionen zur Aufrechterhaltung und Optimierung der Qualität der Schulbildung. Sie umfasst unter anderem die Selbstevaluation der Schulen, die Inspektion, die Beurteilung von Lehrkräften und Schulleitern, Umfragen unter und Konsultationen mit Interessenvertretern sowie Schülerbewertungen.

Dieser Bericht enthält Schlüsselbotschaften für die politische Entwicklung und veranschaulicht sie anhand von Beispielen aus den Ländern. Es wird darin ausgeführt, dass politische Entscheidungsträger die Voraussetzungen für eine sinnvolle Einbeziehung der Interessengruppen in Qualitätssicherungsprozesse schaffen können, indem sie:

  1. betonen, dass der Zweck darin besteht, die Lernprozesse und das Wohlbefinden aller Kinder und Jugendlichen zu verbessern;
  2. ein gemeinsames Verständnis von qualitativ hochwertiger Bildung fördern;
  3. Interessengruppen an der Konzeption von Qualitätssicherungsprozessen beteiligen;
  4. klare Erwartungen, Rollen und Verantwortlichkeiten für das Engagement der Interessengruppen definieren;
  5. in die Kapazitätsentwicklung investieren, um eine effektive Beteiligung der Interessengruppen und die wirkungsvolle Nutzung der Ergebnisse sicherzustellen;
  6. dafür sorgen, dass alle Stimmen gehört werden und dass die Repräsentativität gewährleistet ist, auch durch die Transparenz der Auswahl- und Einbeziehungsprozesse der Interessenvertreter;
  7. die entsprechenden zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen bereitstellen;
  8. die Prozesse der Einbindung von Interessengruppen und der Nutzung ihres Inputs im Zeitverlauf auswerten und optimieren.

Qualitätssicherungsprozesse

Der Bericht ist ein Zwischenergebnis der ET2020-Arbeitsgruppe für Schulen 2018-20. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Angehörigen der Bildungsministerien und Interessenvertretungen aus ganz Europa. Sie treffen sich regelmäßig, um über die aktuelle politische Entwicklung zu diskutieren und wichtige Fragestellungen zu erörtern.

Diese jüngsten Arbeiten werden zum Abschlussbericht der Gruppe im Jahr 2020 darüber beitragen, wie die Lenkung der schulischen Bildungssysteme zur Förderung einer qualitativ hochwertigen inklusiven Bildung in einem europäischen Bildungsraum beitragen kann.

Hier können Sie den ganzen Bericht lesen.

Hier erfahren Sie mehr über die bisherige Arbeit der ET2020-Arbeitsgruppe für Schulen.