Vorteile von Shadow Education

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Wenn wir uns anschauen, wie Schüler/innen und Familien „Shadow Education“ nutzen – private Bildung, die das schulische Lernen ergänzt – können wir ein besseres Verständnis für das Lernen gewinnen, das außerhalb der Klassenzimmer stattfindet. Was wissen wir also über dieses Phänomen?

„Shadow Education“ ist ein weit verbreitetes Phänomen, hat aber bisher in der allgemeinen Bildungsforschung wenig Beachtung gefunden. Der Begriff bezieht sich auf private, kostenpflichtige Bildung mit dem Ziel, Schüler/innen dabei zu unterstützen, in der formalen Bildung erfolgreich zu sein.

Dieses ergänzende Lernen kann Nachhilfeunterricht, Lernen nach dem Unterricht in der Schule und Freizeit-/Kulturaktivitäten umfassen. Einige Programme konzentrieren sich auf Unterrichtsfächer wie Mathematik und Sprachen. Andere helfen den Schüler/innen, Fachkompetenzen zu entwickeln wie z. B. Computerprogrammierung, Maschinenbau, Musik-Performances oder Sport.

Obwohl diese Art von Bildung in der Regel nicht durch öffentliche Mittel gefördert wird, kann sie als Ergänzung zur formalen Bildung und als integraler Bestandteil des gesamten Bildungssystems betrachtet werden. Die Anbieter reichen von Privatpersonen bis hin zu international aufgestellten Franchise-Unternehmen (z. B. Kumon-Zentren). Die Kurse werden an verschiedenen Orten angeboten (gewerbliche Einrichtungen, öffentliche Schulgebäude, Gemeindezentren, Jugendorganisationen, Wohnungen von Schüler/innen oder Lehrkräften, Bibliotheken), und in zunehmendem Maße wird die Nachhilfe auch online über Videokonferenzen und andere internetbasierte Plattformen angeboten.

Shadow Education ist weltweit zu einer Massenbewegung geworden, und Familien aller Einkommensschichten investieren in sie, um das Lernen und die Zukunftschancen ihrer Kinder zu unterstützen, einschließlich des Ziels, in anspruchsvollen summativen Prüfungen gute Noten zu erreichen. Shadow Education kann auch als Möglichkeit für begabte Schüler/innen gesehen werden, ihre akademischen Fähigkeiten auszubilden und ihr Interesse zu befriedigen.

Da dieses zusätzliche Lernen für die Familien jedoch kostenpflichtig ist, kann man sich fragen, welchen Beitrag es zu einem gerechten Bildungssystem leistet.